Warum lieben auch loslassen (lernen) heißt

Dieser Blog ist heute Isabel Falconers Blogparade „Mama ausgebrannt – Wege aus der Krise“ gewidmet. Hilfreiche und berührende Beiträge erwarten Dich auf Isabels Blog. Isabel arbeitet als Autorin und Seelenbegleiterin und hilft Menschen, die privat oder beruflich im Kontakt mit Kindern sind. Erfahre mehr auf Ihrer Website – www.magna-mater.de.

warum-lieben-auch-loslassen-heisst-1Was heißt den eigentlich Liebe und lieben? Für mich war Liebe immer der Prinz auf dem weißen Pferd der mich glücklich macht, doch da wurde ich eines Besseren belehrt, was auch gut ist. Ein anderer Irrtum dem ich unterlegen war, dass Kinder auch NUR pures Glück versprechen. Auch hier musste ich einsehen, so ganz stimmt es nicht. Meiner Meinung nach kann Dich langfristig nichts glücklich machen, so lange Du die Zufriedenheit und Freude nicht in Dir selber spürst. Bei Kindern wirkt sich dies ja gerne umgehend aus, so zumindest bei mir. Bin ich nicht ganz bei der Sache, bei dem was und wie ich es tue, merken meine Kinder dies sofort und die entsprechende Rückantwort folgt umgehend.

 

UND WAS IST JETZT MIT DER LIEBE

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Was glaubst Du was ist Liebe? Das Gefühl der Liebe und der tiefen Verbundenheit spüre ich nur, wenn ich ganz bei mir bin, wenn ich den anderen ganz und gar annehme wie er im Moment gerade ist. Die Vergangenheit und die Zukunft ganz bewusst ausblende. Und dies ist meiner Meinung nach nur möglich, wenn ich mit mir im Reinen bin und auch hier die Liebe in mir spüre. Wenn ich innerlich zufrieden und ausgeglichen bin. Es gibt viele Facetten der Liebe dies können auch Vertrauen, Freiheit, Zuversicht und Offenheit sein. Liebe lässt frei, Liebe richtet nicht, Liebe wächst über alles hinaus. Wenn Du Dich sorgst, ängstlich und übervorsichtig bist, zweifelst, einen eingeschränkten Blickwinkel hast, dann bist Du nicht in der Liebe. Alles entspringt zwei Grundgefühlen der Liebe oder Angst.

 

ABER WIE FINDE ICH NUN DIE LIEBE IN MIR?

Was macht mich zufrieden und ausgeglichen? Wie kann ich vertrauen? Ja, es ist gut wenn Du Dir diese Fragen stellst, denn nur wenn Du Dein Leben hinterfragst, kann sich dann auch etwas ändern.

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Als ich mich an meinem Tiefpunkt meines Familienlebens befand – mein Mann hatte kein Interesse an mir, mein Vater war vor kurzem gestorben, wir hatten ein Baby und ein dreijähriges krankes Kind dazu, gab mir eine Freundin ein Buch „Liebe Dich selbst und es ist egal wenn Du heiratest“. Da fing ich auch an mir Fragen zu stellen und mein Leben genauer zu betrachten. Für den Großteil der Kinderbetreuung war ich während dieser Zeit zuständig. Beide Kinder hatte ich mir gewünscht und doch fühlte ich mich ausgelaugt und war gestresst. Ich wünschte mir Zeit für mich. Jeden Abend meditierte ich von nun an. Mit der Zeit wurde mir immer bewusster, dass ich ganz viele Dinge vernachlässigte, wie z.B. meinen Körper und meine Talente. Ich öffnete mich immer mehr für meine Bedürfnisse, machte einmal die Woche einen Malkurs und probierte Yoga aus. Es tat mir gut und ich vertraute meinem Mann, dass er sich in dieser Zeit um die Kinder kümmerte. Doch ich wollte mich weiterentwickeln und so kamen ganze Wochenenden hinzu, an denen ich meinem Mann die Kinder überließ. Es war nicht leicht, weil es herrschte Eiszeit zwischen meinem Mann und mir, doch ich hatte das Gefühl ich musste raus. Ich wollte etwas für mich tun. Ich ließ meine Kinder aus Liebe zu mir los.

Unser Familienleben nahm ein Ende. Mein Mann eröffnete mir, dass er die Kinder zu 50% betreuen möchte. Für mich brach ein Welt zusammen. Ich weinte und schrie. Wie konnte er so was machen, mir die Kinder wegnehmen, ich hatte sie doch ständig um mich. Ich war doch die Mutter. Genau ich war die Mutter? Muss ich mich denn nur weil ich die Mutter bin soviel um die Kinder kümmern? Es dauerte seine Zeit bis ich die Situation akzeptieren konnte und ich wusste ja, dass ich vertrauen konnte.

Irgendwann konnte ich die Situation nicht nur akzeptieren, sondern ich genoss meine freie Zeit alleine. In den letzten Jahren verbrachte ich mehrere Wochen ganz alleine ohne meine Kinder. Und wenn ich ehrlich bin, ich konnte diese Zeit genießen und war immer ein wenig wehmütig, wenn die Zeit gekommen war nach Hause zu fahren, obwohl ich mich natürlich auf die Kinder freute.

Ich glaube, dass Loslassen ganz viel mit Liebe und Vertrauen zu tun hat. Warte nicht so wie bei meiner Geschichte bis der Hammer von außen kommt, sondern spüre in Dich hinein.  Wenn Du merkst, dass Du gestresst, unglücklich, unzufrieden bist, dann hilft es Dir Fragen zu stellen wie:

Du könntest die hier die ersten Gedanken aufschreiben, die Dir in den Kopf kommen. Manchmal kommen die Antworten auch zu uns, wenn wir uns die Fragen während des Tages öfters stellen.

 

UND WER HILFT MIR?

warum-lieben-auch-loslassen-heisst-4Vielleicht sagst Du jetzt, aber ich komme nicht raus aus meiner Situation, mein Mann arbeitet so viel, ich habe niemanden für die Kinderbetreuung. Wir haben kein Geld. Ja, da magst Du Recht haben, auf den ersten Blick mag es so sein und muss es so bleiben? Auch hier kann es hilfreich sein Dir wieder Fragen zu stellen wie:

 

„UM EIN KIND GROSS ZU ZIEHEN, BRAUCHT ES EIN GANZES DORF.“ (SPRICHWORT AUS AFRIKA)

Oft ist es so, dass die Möglichkeiten für Hilfe und Unterstützung nicht offensichtlich sind. Vielleicht bist Du es auch noch nicht gewöhnt um Hilfe zu bitten und Hilfe anzunehmen. Vielleicht glaubst Du, dass andere Dinge wichtiger sind, als Dein eigenes Wohlbefinden und Du z.B. hierfür Geld ausgibst.

Loslassen ist meiner Empfindung nach ein Prozess, der gelernt werden kann. Gehe langsame Schritte. Je öfter Du jemand anderem Deine Kinder anvertraust und der Person zutraust, dass sie nur ihr Bestes für die Kinder gibt, desto einfacher wird es. Mit der Zeit fallen Deine Zweifel und Dein Misstrauen weg, denn es steht im Vordergrund, dass Du etwas für Dich tust. Es geht Deinen Kindern gut, wenn es Dir gut geht. Das Leben ist nicht dafür da zu leiden und sich einzuschränken. Meiner Meinung nach sind Kinder flexibel und wenn sie mit in Entscheidungen einbezogen werden, genießen sie es sogar nicht ständig von Ihrer Mutter umgeben zu sein. Was den Kindern nicht weiter hilft ist ein schlechtes Gewissen, sie spüren es. Wenn es Ihrer Mutter gut geht und dann können sie auch ein paar Tage auf sie verzichten.

Und lass Dich nicht abhalten, wenn Du Deinen Weg gehst von Maßstäben und Worten anderer. Jeder hat andere Grenzen auch was das Stressempfinden angeht. Folge Deinem Herzen und es sagt Dir was zu tun ist. Oft bedarf es erst mal der Stille, damit Du Dein Herz wieder hörst und dann gehe mutig weiter.
Ich wünsche Dir viel Freude bei einem achtsamen und einfühlsamen Umgang mit Dir selber.

Von Herz zu Herz

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Anja

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